9 Sehenswürdigkeiten, 1 Partystraßen, 1 Bars & Kneipen, 2 Diskotheken, 4 Restaurants, 4 Hotels in Hanoi, Vietnam – mit Viertel, Öffnungszeiten, Preisen und Hinweisen. Auf der Hauptseite gibt es dazu Karte, Filter „Jetzt geöffnet“, „In der Nähe“, Weiterreise, Visa und Notrufnummern – auch auf Englisch, Französisch, Russisch und Niederländisch.
Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia · CC BY 2.0
Hoan-Kiem-See & Ngoc-Son-Tempel
Altstadt
Der Hoan-Kiem-See liegt im Herzen von Hanoi, direkt am Rand der Altstadt, und ist der Lieblingsort der Hauptstädter. Sein Name bedeutet „See des zurückgegebenen Schwertes“: Der Legende nach gab König Le Loi hier einer goldenen Schildkröte ein magisches Schwert zurück, mit dem er die chinesischen Besatzer im 15. Jahrhundert besiegt hatte. Auf einer kleinen Insel im See steht der Schildkrötenturm. Über die leuchtend rote Huc-Brücke gelangt man zum Ngoc-Son-Tempel, dem „Tempel des Jadeberges“, in dem eine riesige präparierte Schildkröte ausgestellt ist. Frühmorgens treffen sich am Ufer Menschen zu Tai-Chi, Tanz und Gymnastik. Am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend wird die Straße rund um den See zur Fußgängerzone mit Musik, Spielen und Straßenkünstlern. Die Runde um den See dauert zu Fuß etwa eine halbe Stunde. Der Eintritt zum Tempel ist günstig. Abends ist die beleuchtete Brücke besonders schön.
See im Herzen der Altstadt mit roter Brücke zum Tempel; am Wochenende Fußgängerzone.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
The original uploader was Chuoibk at English Wikipedia. · CC BY-SA 3.0
Literaturtempel (Van Mieu)
Dong Da · tägl. 8–17 Uhr · ca. 70.000 VND
Der Literaturtempel, Van Mieu, wurde 1070 zu Ehren des Philosophen Konfuzius gegründet. Nur wenige Jahre später entstand hier die erste Universität Vietnams, an der über Jahrhunderte die Söhne von Adligen und später begabte Studenten aus dem ganzen Land ausgebildet wurden. Die Anlage gliedert sich in fünf Innenhöfe mit Teichen, Tor- und Pavillonbauten im traditionellen Stil. Am bekanntesten sind die steinernen Stelen auf Schildkröten: Auf ihnen sind die Namen der Absolventen der höchsten Staatsprüfungen eingraviert. Studenten berühren noch heute die Schildkröten und beten hier vor Prüfungen um Glück. Zur Abschlusszeit kommen viele in Talar und Doktorhut für Fotos. Der Literaturtempel ist auf der 100.000-Dong-Note abgebildet. Die ruhigen Höfe sind eine Oase im lauten Hanoi. Für den Besuch eine bis anderthalb Stunden einplanen. Schultern und Knie bedecken. Am frühen Morgen ist es am ruhigsten.
Erste Universität Vietnams von 1076 mit stillen Innenhöfen.
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Im Ho-Chi-Minh-Mausoleum am Ba-Dinh-Platz liegt der einbalsamierte Leichnam von Ho Chi Minh, dem Gründer des modernen Vietnam, in einem gläsernen Sarg. Gegen seinen eigenen Wunsch, eingeäschert zu werden, wurde er nach seinem Tod 1969 konserviert. Das wuchtige Bauwerk aus Granit nach sowjetischem Vorbild wurde 1975 eröffnet. Für Vietnamesen ist der Besuch eine Ehrensache, entsprechend streng sind die Regeln: Schultern und Knie bedecken, keine Hüte, Taschen und Kameras werden abgegeben, im Inneren herrscht völlige Stille, man darf nicht stehen bleiben und die Hände nicht in die Taschen stecken. Das Mausoleum ist nur vormittags geöffnet, montags und freitags meist geschlossen, und jedes Jahr im Herbst für einige Wochen zur Pflege des Leichnams nicht zugänglich. Es bilden sich oft lange Schlangen, früh kommen lohnt sich. Auf dem Gelände liegen auch Ho Chi Minhs schlichtes Stelzenhaus, das Präsidentenpalais und die Einsäulenpagode.
Hier liegt der einbalsamierte Staatsgründer; strenge Kleider- und Verhaltensregeln.
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Das Hoa-Lo-Gefängnis wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Franzosen gebaut, um vietnamesische Unabhängigkeitskämpfer einzusperren. Der Name bedeutet „Feuerofen“. Unter oft grausamen Bedingungen saßen hier Tausende politische Gefangene in überfüllten Zellen, viele wurden hingerichtet; eine originale Guillotine ist ausgestellt. Im Vietnamkrieg wurden hier abgeschossene amerikanische Piloten gefangen gehalten, die das Gefängnis spöttisch „Hanoi Hilton“ nannten – darunter der spätere US-Senator John McCain. Ein großer Teil der Anlage wurde in den 1990er-Jahren für ein Hochhaus abgerissen, der erhaltene Teil ist heute ein Museum. Die Ausstellung zeigt die Zellen, Fesseln und Berichte der Gefangenen. Die Darstellung der amerikanischen Gefangenschaft ist einseitig, was man wissen sollte. Ein Audioguide ist empfehlenswert. Für den Besuch reicht etwa eine Stunde. Das Museum liegt im Zentrum, zu Fuß etwa zehn Minuten vom Hoan-Kiem-See entfernt.
Französisches Kolonialgefängnis, später „Hanoi Hilton“ für US-Piloten.
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Takeshi Aida from Hong Kong, Hong Kong · CC BY-SA 2.0
Train Street
Altstadt
Die Train Street ist eine schmale Gasse in der Nähe der Altstadt von Hanoi, durch die mehrmals täglich ein Zug fährt – nur eine Armlänge entfernt von den Haustüren. Die Bewohner leben hier direkt an den Gleisen: Kinder spielen, Wäsche hängt, und vor dem Zug werden Stühle und Waren schnell zurückgeräumt. In den letzten Jahren haben viele Anwohner kleine Cafés eröffnet, in denen Besucher bei Eierkaffee oder Bier auf den Zug warten. Wenn er kommt, rückt man eng an die Wand, und der Zug rollt laut hupend vorbei – ein besonderes Erlebnis. Weil es immer voller wurde, haben die Behörden den Zugang zeitweise gesperrt und kontrollieren ihn immer wieder; aktuell ist der Zutritt oft nur mit einem Besuch in einem der Cafés möglich. Die Fahrpläne hängen in den Cafés aus. Bitte Abstand halten, nie auf den Gleisen fotografieren und den Anweisungen der Café-Betreiber folgen.
Gasse, durch die der Zug dicht an Häusern und Cafés vorbeifährt; Zugang zeitweise eingeschränkt.
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Adam Jones from Kelowna, BC, Canada · CC BY-SA 2.0
Altstadt (36 Gassen)
Hoan Kiem · jederzeit · frei
Die Altstadt von Hanoi, auch 36 Gassen genannt, liegt nördlich des Hoan-Kiem-Sees und ist das lebendige Herz der Stadt. Seit Jahrhunderten hat hier jede Straße ihr eigenes Handwerk oder Gewerbe, und viele Straßennamen beginnen mit „Hàng“, was „Ware“ bedeutet: In der Hàng Bạc wurde Silber verarbeitet, in der Hàng Mã gibt es Papierwaren und Dekoration, in der Hàng Gai Seide. Die schmalen „Röhrenhäuser“ sind vorne Laden und hinten Wohnung. Auf den Gehwegen sitzen die Menschen auf kleinen Plastikhockern, essen Pho, trinken Kaffee oder Bia Hơi, frisch gezapftes Bier. Dazwischen verstecken sich Tempel, Gemeinschaftshäuser und das alte Stadttor Ô Quan Chưởng. Am Wochenende werden einige Straßen abends zur Fußgängerzone mit Nachtmarkt. Beim Überqueren der Straßen langsam und gleichmäßig gehen, dann weichen die Mopeds aus. Am besten erkundet man die Altstadt zu Fuß.
Gassen, in denen früher jede Straße einem Handwerk gehörte.
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Hoan Kiem · mehrere Shows täglich · ca. 100.000–150.000 VND
Das Wasserpuppentheater ist eine einzigartige vietnamesische Kunstform, die vor rund tausend Jahren in den Dörfern des Red-River-Deltas entstand. Die Bauern spielten damals in überfluteten Reisfeldern. Im Thang-Long-Theater am Hoan-Kiem-See ist die Bühne ein Wasserbecken; die Puppenspieler stehen hinter einem Bambusvorhang hüfttief im Wasser und bewegen die bunt lackierten Holzpuppen mit langen Stangen unter der Oberfläche. So scheinen Drachen, Fischer, Büffel, Phönixe und Feen über das Wasser zu tanzen. Begleitet wird die Aufführung von einem Orchester mit traditionellen Instrumenten und Sängerinnen. Die kurzen Szenen erzählen vom Leben auf dem Land, von Legenden und Festen; Sprachkenntnisse braucht man nicht. Eine Vorstellung dauert etwa 50 Minuten, es gibt mehrere am Tag. Tickets am besten einen Tag vorher kaufen. Ein schönes Erlebnis, auch für Kinder.
Traditionelle Puppen tanzen auf dem Wasser zu Livemusik.
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Die Einsäulenpagode, Chùa Một Cột, ist eines der Symbole Hanois und liegt gleich neben dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Der Legende nach träumte Kaiser Lý Thái Tông 1049, dass ihm die Göttin der Barmherzigkeit auf einer Lotusblüte erschien und ihm einen Sohn reichte. Kurz darauf bekam er einen Erben und ließ zum Dank diese Pagode in Form einer Lotusblüte bauen, die aus einem Teich wächst. Das kleine Holzgebäude ruht auf einem einzigen Steinpfeiler mitten in einem quadratischen Lotusteich; über eine Treppe gelangt man zum Altar. Die heutige Pagode ist ein Wiederaufbau, da das Original 1954 zerstört wurde. Viele Paare und Frauen kommen hierher, um für Kinder zu beten. Der Besuch dauert nur kurz und ist kostenlos. Er lässt sich gut mit dem Mausoleum und dem Ho-Chi-Minh-Museum verbinden. Schultern und Knie bedecken.
Kleine Pagode auf einem einzigen Pfeiler in einem Lotusteich.
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Die Long-Biên-Brücke überspannt den Roten Fluss im Norden der Altstadt und ist ein Zeitzeuge der Geschichte Hanois. Sie wurde von 1899 bis 1902 von den Franzosen gebaut und war damals eine der längsten Brücken Asiens; oft wird sie fälschlich Gustave Eiffel zugeschrieben. Im Vietnamkrieg war sie ein wichtiges Ziel amerikanischer Bombenangriffe und wurde mehrfach beschädigt und immer wieder repariert – die Flickstellen sieht man noch heute. Inzwischen fahren nur noch Züge, Mopeds, Fahrräder und Fußgänger über die rostige Stahlkonstruktion. Ein Spaziergang über die Brücke, besonders zum Sonnenuntergang, bietet schöne Ausblicke auf den Fluss, Bananenplantagen auf den Sandbänken und die Stadt. Unter der Brücke liegt ein großer Großmarkt. Fußgänger gehen auf einem schmalen Weg am Rand; Vorsicht vor Mopeds. Der Besuch ist kostenlos. Wenn ein Zug kommt, vibriert die ganze Brücke.
Stahlbrücke aus der Kolonialzeit, schön zum Sonnenuntergang.
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Altstadt · abends; die meisten Bars schließen um 0–1 Uhr · Bia hơi (Fassbier) ca. 15.000 VND (0,60 $)
Tạ Hiện in Hanois Altstadt ist die berühmte „Beer Street“. Abends sitzen Einheimische und Reisende dicht an dicht auf winzigen Plastikhockern am Straßenrand, trinken frisch gezapftes Bia Hơi und essen Snacks. Drumherum, in Lương Ngọc Quyến und Mã Mây, liegen weitere Bars.
Das ist gut: Die Stimmung ist fröhlich und laut, das Bier vom Fass kostet fast nichts, und man kommt leicht mit Leuten ins Gespräch. Es ist ein typisches Hanoi-Erlebnis, auch für einen kurzen Besuch. Am Wochenende ist die Altstadt teilweise Fußgängerzone.
Darauf aufpassen: Vor dem Bestellen nach Preisen fragen, besonders bei Snacks und in Bars mit Touristenpreisen. Taschendiebe nutzen das Gedränge. Die Polizei räumt die Hocker manchmal kurz vom Gehweg – einfach mitmachen. Lachgas-Ballons und Drogen sind in Vietnam verboten. Sperrstunde ist oft gegen Mitternacht, am Wochenende später.
Die „Beer Street“ der Altstadt: winzige Plastikhocker, frisches Fassbier, laute Musik; drumherum Luong Ngoc Quyen und Ma May. Quellen: Roampads Hanoi Nightlife Guide (Jan. 2026), Hanoi-Guides 2026.
Fast jeden Abend voll, Einheimische und Touristen, Commercial EDM und Vinahouse. Quellen: Roampads Hanoi Nightlife Guide (Jan. 2026), Hanoi-Guides 2026.